Alestorm
Inzwischen sollte sich hinlänglich herumgesprochen haben, was man von einem Alestorm Album erwarten kann:  Nämlich melodischen Powermetal mit einer dicken Portion Bombast, Piraten und einem schelmischen Augenzwinkern.


Mit ihrer neuen Scheibe „Sunset on the Golden Age“ machen Alestorm genau da weiter, wo sie mit dem letzten Album aufgehört haben: Sie kloppen dem Hörer launigen Partymetal ins Gehirn und klauen ihm den Rum. Gleich die erste Nummer, „Walk the Plank“ zeigt schon, dass die Mannen um Chris Bowes gar nicht vor haben ihrem Stil untreu zu werden: Eingeleitet von Bombast-(Keyboard)-Fanfaren präsentiert sich der Opener im Chorus als exzellente Mitgröhlnummer. Während die Jungs uns gerade eben noch über die Planke schicken wollten geht es in der zweiten Nummer „Drink“ wenig überraschend ums Saufen. Die Hymne „Magnetic North“ beginnt mit leicht keltisch angehaucht. Alestorm zeigen hier zu Beginn ihre ruhigere Seite. Allgemein macht „Magnetic North“ nicht so einen ungezügelten Eindruck, könnte sich aber besonders Live zu einer besonders starken Nummer entwickeln. Einen Song weiter haben Alestorm dann aber wieder den Schalk im Nacken und beginnen mit einem zünftigen 8-Bit Intro. Thematisch orientiert man sich im Song 1741 am Kampf um die Spanische Stadt Cartagena,  natürlich im gewohnten Alestorm-Stil. Auch die folgenden Songs sind für die Band typische Hymnen, so dass man eigentlich nicht besonders viel dazu sagen kann ohne sich groß zu wiederholen. Hervor sticht hier wohl der Song „Hangover“ bei dem es sich um eine Coverversion im Alestormgewand handelt. Abgeschlossen wird das Album vom namensgebenden Song „Sunset on the Golden Age“ der mit amtlichen 11:25 Minuten zu Buche schlägt. Chris hält sich hier mit den Lyrics zurück, der Großteil ist instrumental. Hin und wieder kommt zwar auch hier der Alestorm-Bombast durch. Aber dadurch, dass sich die Keyboards hier angenehm zurückhalten, ergibt sich eine frische Note.

Fazit: Alles in allem erwarten einen keine fiesen Überraschungen. Alestorm ziehen konsequent ihren Piratenstiefel durch und sorgen so geniale Partystimmung. Allen die Metal nicht nur mit grummelig aus der Wäsche gucken verbinden sollten hier definitiv zuschlagen.

Titel:

Sunset on the Golden Age

Veröffentlicht am:

01.08.2014

Label:

Napalm Records

Bewertung:

9.0

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Tracklist:

01 Walk the Plank (4:06)
02 Drink (3:22)
[X] 03 Magnetic North (3:46)
[X] 04 1741 (The Battle of Cartagena) (7:17)
05 Mead from Hell (3:41)
06 Surf Squid Warfare (3:59)
07 Quest for Ships (4:33)
08 Wooden Leg! (2:44)
09 Hangover (3:41)
10 Sunset on the Golden Age (11:25)

[X] Anspieltipp