Ace
Fünf Jahre ist es her, dass Ace Frehley (Space Ace / KISS) sein letztes Soloalbum auf den Markt geworfen hat. Jetzt meldet sich das Space Ace mit seiner neuen Scheibe „Space Invader“ zurück. Ein gelungener Start klingt für mich allerdings etwas anders. Der Titelsong „Space Invader“ ist eine ziemlich lahme Nummer, die nicht so richtig aus dem Quark kommen will und mit dem Sprechgesang eher an einen 90er Jahre Wrestling Einzugsmarsch erinnert.  Song Nummer zwei ist da schon netter. „Gimme a Feelin‘“ ist eine astreine Rocknummer, die schon stark an diverse KISS Nummern erinnert. Liebhaber für ausufernde Gitarrensoli kommen hier voll auf die Kosten. „I Wanna Hold You“ haut in dieselbe Kerbe. Eine lupenreine Rocknummer, die nach Sommer, Sonne, Motorrad oder Cabrio schreit. Mit „Change“ geht es dann etwas ruhiger zugange. Es fällt allerdings auf, das Ace was Lyrics angeht im letzten Jahrhundert stecken geblieben ist. „Toys“ for big boys? Nunja. Langweilig. Da zündet rein gar nix.  Ob Ace bei „Immortal Pleasures“ über seine Zeit bei KISS singt wird wohl immer ein Geheimnis bleiben. Getragen wird die Nummer im gegensatz zu vielen Frehley Songs vom Gesang. Und das ist in meinen Ohren keine besonders gute Idee. „Inside The Vortex“ wiederum ist eine heftig groovende Nummer die zu einem unweigerlichen Kopfnicken führt. Bei „What Every Girl Wants“ passt dann lustigerweise doch alles. Rockige Riffs, dazu stimmige Lyrics runden den Song ab. „Past The Milky Way“ kann man im Gegenzug dafür leider wieder eher vernachlässigen, denn so richtig zünden will auch diese Nummer nicht. „Reckless“ rangiert dann wieder eher im Mittelfeld und wildert wie der Rest des Albums schwer in den 70ern ohne aber so richtig durchstarten zu wollen. Die Coverversion „The Joker“ ist bisher die einzige Nummer die richtig cool rüberkommt. Vermutlich liegt das daran, dass Ace hier die Lyrics nicht geschrieben hat. Irgendwie enttäuschend, denn die Gitarrenarbeit ist bei allen Songs einwandfrei.“Starship“ schließt das Album mit einem nahezu Instrumental-Song ab, der aber auch nicht so richtig rockt.

Fazit: Ich bin enttäuscht. KISS fand ich immer cool, auch wenn man sich das Gesabbel von Gene und Paul nur begrenzt geben kann. Daher hatte ich an das Ex-Mitglied Ace doch recht hohe Erwartungen und habe ein richtig cooles Album erhofft. Erfüllt wurden diese leider nicht. Die Texte sind schwach und versauen so manchen (ansonsten) tollen Song. Außerdem gibt es nicht wirklich viele Musiker die im Alter von 65 (Ausnahme: Lemmy Kilmister) noch damit davon kommen können vom Weiber aufreißen zu singen ohne peinlich zu wirken. So ist das Album eher mittelmäßig. Schade!

Titel:

Space Invader

Veröffentlicht am:

15.08.2014

Label:

SPV Steamhammer

Bewertung:

4.5

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Tracklist:

1. Space Invader
2. Gimme A Feelin` (radio edit)
3. I Wanna Hold You
4. Change
5. Toys
6. Immortal Pleasures
7. Inside The Vortex
8. What Every Girl Wants [X]
9. Past The Milky Way
10. Reckless
11. The Joker
12. Starship