Cryptic
Nachdem Cryptic Lane aus Recklinghausen im letzten Jahr mit ihrem Album Signpost auf sich aufmerksam machten, werfen die Jungs jetzt ihre EP auf den Markt. Persönlich halte ich ja EPs für ziemlich überbewertet, zumal die Unsitte Eps zu veröffentlichen inzwischen die gottseidank fast ausgestorbene Maxi-CD  abgelöst hat. Wie dem auch sei: Die EP kommt im einfachen Pappschuber, allerdings im schicken LP-Design (sogar mit Rillen). Ich frage mich ernsthaft wann mal jemand auf die Idee kommt CD und LP zu kreuzen. Soviel erst mal zu den äußeren Werten. Auf der EP selber sind schmale 3 Songs.

Die erste Nummer „I’m not dead“ kann mich nur so halb überzeugen. Fronter René hat den kernigen Gitarren nichts entgegenzusetzen und dadurch verschenkt die ansonsten geile Rocknummer deutlich Potential. Etwas mehr Power und Reibeisen in der Stimme hätte dem Song echt gut getan.
„What the fuck“? Es geht ja doch. Da sind die Eier, die dem vorherigen Song gefehlt haben. Eingängige Nummer. Nicht furchtbar innovativ,aber echt gut hörbar.  Mit „Never Enough 2014“ findet sich auch eine ältere Nummer im neuen Gewand auf der EP.  Während das „Original“ schon von Anfang an kräftig loslegt, lassen sich Cryptic Lane mit der aktuellen Version etwas mehr Zeit und verpassen dem Song ein fast schon balladenartiges Gewand. Aber nur fast, denn nach etwa anderthalb Minuten kommen auch hier die E-Gitarren zum Einsatz.

Bei mir hinterlässt die EP gemischte Gefühle. Gut gemeint ist halt nicht immer gut. Aber wirklich schlecht kann ich die EP auch nicht finden. Es ist zwar meiner Meinung nach mit „I’m not dead“ nur ein Ausfall auf der Scheibe zu finden, bei nur 3 Songs fällt dieser aber umso mehr ins Gewicht.

Titel:

Cryptic Lane (EP)

Veröffentlicht am:

01.11.2014

Label:

Bewertung:

4.5

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Tracklist:

1. i\'m not dead
2. What the fuck
3. Never Enough 2014