Raubtier
Raubtier aus Schweden dürften hierzulande eher unbekannt sein, was vermutlich daran liegt, dass der Großteil der Raubtier Songs auf Schwedisch verfasst ist und die Band auch Livetechnisch bisher kaum aus Schweden herausgekommen ist. Dennoch weit die Band um Frontmann Pär Hulkoff gerade in Schweden einen hohen Bekanntheitsgrad auf und hat in ihrer  7 jährigen Bandgeschichte in Skandinavien schon 4 Alben veröffentlicht.

Mit Bestia Borealis, einer Art Best Of Album der Bandgeschichte, wollen Raubtier nun auch International Fuß fassen und das Rauptier-Konzept könnte durchaus aufgehen. Je 3 Songs von jedem der 4 Alben befinden sich auf der Scheibe. Musikalisch lassen sich Raubtier wohl als schwedische Antwort auf Rammstein stampfende Beats, stakkato-artige Gitarrenriffs und ein Pär Hulkoff der schön zornig ins Mikro schreit zeichnen so etwa das Bild ab was man zu erwarten hat.  Abgerundet wird das Ganze mit oft hymnenartigen Synthies. Durch die schwedische Sprache bekommen die Songs eine noch härtere Note. Thematisch orientiert man sich gerne an Kriegs- und anderen sozialkritischen Themen. 

Während die ersten drei Songs, die vom ersten Album der Band stammen knallharte stampfende Riffs bieten, schlägt man im zweiten Viertel der  Scheibe eher die Industrial-Richtung ein.  Schön ist hier besonders der Song “Lebensgefahr“, für den die Band sich immer wieder der deutschen Sprache bedient um den Song etwas „bedrohlicher“ zu gestalten.  Song 7 bis 9 kommen dann sehr hymnenhaft und keyboardlastig daher. Besonders der Song „Sveriges Elit“ könnte locker auch von Sabaton, zu denen die Band auch rege Kontakte u nterhält, stammen. Mit wesentlich mehr Eiern allerdings. Besonders sticht allerdings der eingängige Song „Låt napalmen regna“ hervor, der so ziemlich gegen alles was die Popkultur so hervorgebracht hat ätzt, Dschungelcamp Veganer, und Volksmusik inklusive. Da kann man schon mal Napalm regnen lassen.

 Den Sack zu machen dann die letzten drei Songs des Albums, die es wird den aufmerksamen Leser kaum überraschen, das letzte Album der Band einbezieht. Hier geht es dann wieder deutlich härter zu.
Alles in allem ist Bestia Borealis ein schöner Querschnitt durch die Bandgeschichte allerdings hätte ich mir gewünscht, dass Raubtier ihre regulären Alben auch einfach auf den internationalen Markt werfen.

Titel:

Bestia Borealis

Veröffentlicht am:

28.11.2014

Label:

Despotz Records

Bewertung:

8.5

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Tracklist:

1. DET FINNS BARA KRIG [X]
2. DOBERMANN [X]
3. KAMPHUND [X]
4. VÄRLDSHERRAVÄLDE
5. POLARVARGEN
6. LEBENSGEFAHR
7. SVERIGES ELIT[X]
8. VITTRING
9. LÅT NAPALMEN REGNA [X]
10. SKJUT; GRÄV; TIG
11. QAQORTOQ
12. PANZARMARSCH