Act
Dominate Eradicate heisst also das Erstlingswerk der Epic Death Metal Instanz Act of Worship aus Köln. Mir liegt hier die Digipack-Version der Scheibe vor und ich freue mich darüber endlich mal wieder eine CD mit einem ansprechenden Artwork (aus der Feder von Maurizio Gemelli) in den Händen zu halten. Gemixt und gemastert hat das Ding übrigens kein anderer als Niels Löffler von Orden Ogan. Nun aber zu den harten Tatsachen: Schon der Opener „Lion of Ishtar“ stellt die Weichen für den Rest des Albums. Kompromissloses Geknüppel, dem mir für meinen Geschmack allerdings obenrum etwas fehlt. Auch die Growls von Frontmann Henning könnten etwas mehr Volumen vertragen. Zwischen den Textpassagen ergeht sich der Song immer wieder in langen melodiösen Instrumentalpassagen. Mit „Gods Evil Incarnation“ kommt der nächste Nackenbrecher um die Ecke. Besonders sticht hier der Refrain hervor, der chorartig dargeboten wird. „Psalm of Heresy“ folgt der Linie seine Vorgänger vorgeben, tritt aber ein wenig auf die Bremse was das Tempo angeht. Der schleppende Sound harmoniert mit Hennings düsteren Growls und geht direkt in die Nackenmuskulatur. Definitiv eine meiner Lieblingsnummern auf dem Album. Mit „The Destruction of Ur“ legen die Jungs von der Gitarrenfront nochmal einen Zacken drauf, bevor mit „Longing for the Key to Immortality“ das Gaspedal ordentlich durchgetreten wird und wir endlich wieder eine fixere Nummer mit ordentlicher aber teilweise eigenwiliger Gitarrenarbeit präsentiert bekommen. Was die Jungs sich bei dem Titel „The Foul Insemination of A Venomous Thought Into A Twisted Mind“ gedacht haben, war den wir wohl nie erfahren. Leicht über die Lippen geht er jedenfalls nicht. Trotz des ausladenden Namens verbirgt sich hinter dem Song allerdings eine eher gradlinige, schnörkellose Deathmetal Nummer. Perfekt um bei den melodiösen Klangwelten einfach mal zu Verschnaufen. Schnörkellos geht es mit dem namensgebenden Song der Platte „Dominate Eradicate“ weiter. Der Song wird weitestgehend von den Drums getragen, da die Gitarren teilweise abgehackt eingespielt worden sind. Abgerundet wird die Scheibe durch „Temple of Marduk“, die sich deutlich vom Rest des Albums abhebt und langsame Melodien mit treibenden Drums kombiniert ohne auf stumpfes Geshredde zurückzufallen.
Alles in allem ein super Album, bei dem das Gesamtpaket stimmt. Hier und da könnten die Growls wie gesagt etwas mehr Bumms vertragen, ansonsten gibt es eigentlich nichts zu meckern. Schön, dass es auch Bands gibt die sich darauf verstehen epische Themen ohne Keyboard zu transportieren.

Titel:

Dominate Eradicate

Veröffentlicht am:

13.11.2015

Bewertung:

9.0

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Tracklist:


01. Lion Of Ishtar
02. Gods Evil Incarnation [X]
03. Psalm of Heresy
04. The Destruction Of Ur
05. Longing For The Key To Immortality
06. The Foul Insemination of A Venomous Thought Into A Twisted Mind
07. Dominate Eradicate
08. Temple Of Marduk [X]