Zufallsfotos vom Amorphis und Hamferd - ZAKK Düsseldorf (28.03.2014) -

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Amorphis, Hamferd

Am vorletzten Abend ihrer „Circle“ Tour statten die Finnen Amorphis dem ZAKK Düsseldorf einen Besuch ab.
Schon zur Vorband Hamferd ist das überschaubare Venue bereits gut gefüllt. So kommen auch die jungen Damen die sich offenbar wegen dem Amorphis Frontmann bereits zu früher Stunde vor der Bühne postiert haben in den Genuss feinster Doom Metal Kunst. Die 6 Herren von den Faröer Inseln treten komplett in Schwarz und Schlips und Kragen auf – der Aktionsradius des Sängers von etwa 4 Bierdeckeln passt irgendwie dazu – auch der Rest der Band präsentiert sich etwas behäbig was einen interessanten Kontrast zum sehr emotionsgeladenen Doom Sound darstellt. Viele neue Fans dürfte man nicht dazugewonnen haben – man hinterlässt aber nicht zuletzt aufgrund des sehr fähigen Sängers der alles von tiefen Growls bis Falsett drauf hat einen bleibenden Eindruck.

Wie schon bei Hamferd starten auch Amorphis mit fast perfektem Sound und sehr gutem Licht. Das entschädigt etwas für das Nichtvorhandensein eines Bühnengrabens. Die bereits erwähnten jungen Damen welche die ersten beiden Reihen mit Klauen und Zähnen verteidigen lassen sich mit gutem Zureden durchaus dazu überreden mal für ein bis zwei Songs Platz zu machen.

Auf den Brettern hingegen tut sich dann bedeutend mehr – auch wenn Tomi dieses Mal auf ausuferndes Propelllerheadbanging verzichtet. Ob das der Müdigkeit, oder der Angst vor dem Verlust der Resthaarpracht geschuldet ist konnte ich leider nicht feststellen: Wenn er nicht gerade hinter seinem Toasterartigen Mikrofondings verschwindet kann man durchaus erkennen das er Spass dabei hat. Die Setlist ist überdies auch nicht von schlechten Eltern.

Zur Freude der anwesenden Langzeitfans die im Hintergrund die Matten schütteln finden neben Neuen Werken wie dem sperrigen, aber tollen „Nightbirds Song“ und dem übermächtigen „The Wanderer“ auch Klassiker wie „Into Hiding“ und Black Winter Day“ auch noch ältere Kracher wie „My Kantele“ und sogar „Vulgar Necrolatry“ vom 92er Debut Eingang in die Setlist. Nach schweisstreibenden anderthalb Stunden entlässt man die Crowd mit dem Dreier „Skyforger“, dem unvermeintlichen „BlackWinter day“ und „Hous of Sleep“ in die laue Düsseldorfer Nacht.

Einziger Wehmutstropfen ist die etwas seltsame „Security“ die aus 2 Männlein besteht die die ganze Zeit am linken Bühnenrand rumgammelt aber plötzlich hellwach wird als ein friedlicher Diver es wagt ganze 3!! Mal von der Bühne zu springen. Der entsetzte Jungmetaller wird unter Protest der Anwesenden unsanft aus der Halle befördert. Etwas mehr Toleranz wäre hier durchaus angebracht gewesen.